Das liebe Geld - Bezahlung, Energieausgleich, Wertschätzung!
- Eva-Maria
- 13. März
- 8 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. März

Was ist ein Energieausgleich?
Warum heißt das Energieausgleich? Weil sowohl die Energie, die im Tun fließt, als auch Geld eine Form von Energie ist. Deswegen kann man mit Geld die Energie ausgleichen.
Das lautet dann oft so: „Der Energieausgleich für eine schamanische Einzelsitzung (Dauer 1,5h) beträgt Betrag x.“
Dies ist der Wert, den du deiner Energie deinem Wirken gibst. Es ist in diesem Sinne kein Stundensatz, sondern eher ein Festpreis.
Natürlich neigt der Kunde dann trotzdem dazu in Stundensätzen zu rechnen und zu denken, was ja völlig legitim ist. Vor allem wenn der Klient nicht verstanden hat, was er oder sie dafür von dir bekommt. Dann kommt schnell eine Empörung „oh… das ist ja teuer“! Hier würde ich mir mehr Offenheit wünschen, denn in einem klärenden Gespräch können viele Mißverständnisse aus der Welt geschafft werden.
Dieser Energieausgleich spiegelt jedoch auch wieder, was deine Zeit wert ist, die Du als Berater, Heiler in die Begleitung der Hilfesuchenden gibst. Deine Lebenszeit, deine Zeit und deine Gabe die Du gibst und deinem Kunden zur Verfügung stellst. Ob diese Gabe nun zur Heilung beiträgt oder rein einer Selbsterkenntnis dient, vielleicht im Bereich der Wellness- und Wohlfühlzeit einzuordnen ist, dass spielt keine Rolle. Du entscheidest für Dich was dir deine Lebenszeit wert ist und was deine "Leistung" wert ist, so kann der Hilfesuchende entscheiden, ob er das Angebot annimmt und den Energieausgleich somit auch in sich selbst investiert, so wie wenn er einkaufen geht und entscheidet, was er in seinen Einkaufswagen legt und was ihm gut tut.
Dennoch sind viele "Heiler", Wegbegleiter und Menschen die alternative Heilmethoden anbieten in der Zwickmühle, da sie natürlich helfen wollen und ihre Gabe gerne geben und auch niemanden ausschließen möchten, aufgrund mangelnden finanziellen Möglichkeiten und hier oft kein Geld "verlangen" wollen.
Jedoch muss ein Energieausgleich stattfinden, weil sonst ein energetisches Ungleichgewicht entsteht.


Warum haben viele spirituelle Begleiter ein Problem mit Honorar?
Hierfür dürfen wir wieder weiter zurückgehen in unserer Geschichte und in die Vergangenheit blicken.
Um zu verstehen, warum Menschen die alternativen Heilmetoden anbieten, Schwierigkeiten haben einen festen Betrag zu nennen, blicken wir auf die Entwicklung der Heilberufe.
Wir wissen, dass immer eine weise Frau oder einen Heiler in jeder Gemeinschaft gelebt hat. In vielen indigenen Gemeinschaften ist das noch heute so. Menschen mit "besonderen Fähigkeiten" um mit den Göttern zu reden oder die Vorhersagen machen, werden bis heute sehr geschätzt in ihrer Sippe.
Meist haben sich diese Schamanen, Priester und Heiler nicht an der alltäglichen Versorgungsarbeit beteiligt, sondern wurden von der Gemeinschaft mitversorgt. Das hat sich auch nach der Erfindung des Geldes als Zahlungsmittel durchgesetzt, dass Heiler häufig beschenkt und nicht bezahlt wurden.
Sie hatten einen festen Platz in der Gemeinschaft und handelten im Sinne und zum Wohle der Sippe. Ihre Aufgabe war es die Geister gut zu stimmen, heilige Zeremonien anzuleiten und Anlaufstelle für Probleme und besondere Herausforderungen zu sein.
Später sahen wir weltweit ähnliches in Klöster und kirchlichen Gemeinden verschiedener Religionen, überall auf der Welt und in jeder Kultur, gab es Menschen mit "besonderen Fähigkeiten und Privillegien".
Das selbstlose Dienen wurde besonders durch das Christentum unter dem Deckmantel der Barmherzigkeit und der Nächstenliebe etabliert. Nonnen wurden in der Krankenpflege und der Kinderbetreuung eingesetzt, die Gutmütigkeit ehrenamtlicher Helfer wurde oft aufgrund eines Helfersyndroms ausgenutzt. Über Generationen wurde uns vorgelebt, dass wir Menschen die Hilfe bedürfen, unsere Leistung nicht in Rechnung stellen.
Hierzu kannst Du dir gerne deine eigenen Gedanken machen und die Paralellen zur Gegenwart ggf. erkennen. Ich möchte gewiss nicht die ehrenamtliche Tätigkeit an den Pranger stellen, die wirklich von Herz zu Herz geschieht. Jedoch können viele soziale Trägerschaften ihre Angebote nur durch das Ehrenamt aufrecht erhalten.
Wir wollen jetzt in eine neue und bessere Welt gehen, das goldene Zeitalter ruft.
Dürfen wir hier jemanden ausschließen, aufgrund fehlendes Geldes?
Darf der Weg in die neue Welt an finanziellen Mitteln scheitern?
Darf ich als "Wegbegleiterin" für diese besondere Zeit des Wandels einen Energieausgleich fordern?

Wo ist das Problem mit dem Energieausgleich?
Viele messen ihrer Energie und ihrem Dienen einfach keinen sonderlich hohen Wert bei. Da werden häufig auch geringe Geldsätze angegeben, weil es sich einfach immer noch nicht gut anfühlt mehr Geld zu nehmen.
Außerdem haben viele in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis angefangen zu arbeiten und wurden dann weiterempfohlen. Und während es am Anfang noch völlig Ok war, sich mit Kuchen und Essengehen bezahlen zu lassen, war es das irgendwann eben nicht mehr. Aber der Sprung, ab wann jemand kein Bekannter mehr ist und deswegen auch einen angemessenen Preis bezahlen soll, ist nicht so ganz leicht.
Dazu kommt, dass ein Energieausgleich etwas Individuelles ist und auf die jeweilige Person angepasst werden kann. Jetzt fühlt sich das aber auch nicht gerecht an, wenn eine Person 20€ bezahlt und es gut ist und eine andere bezahlt 200€. Weder für einen selbst noch für die jeweiligen Personen.
Zusätzlich gibt es unfassbar viele Opfer da draußen, die dann viel rumjammern und einem ein schlechtes Gewissen machen, so dass man sich am Ende dann doch mit weniger zufrieden zeigt, des lieben Frieden Willens oder weil man ja ein "guter Mensch" sein möchte.
Dies sind alles eigene Beobachtungen der letzten Jahre und Erfahrungen von "Kollegen und Bekannten".
Wie ist heute die Preisgestaltung bei spirituellen Selbstständigen?
Auch heute merke ich, dass viele Menschen in energetischen Berufen immer noch Schwierigkeiten haben, sich mit dem was sie machen, offen zu zeigen und Geld für ihre Dienstleistung zu verlangen.
Es wird auch heute noch praktiziert, dass spirituelle Heiler keine Werbung machen, sondern lediglich über Mund zu Mund Propaganda ihre Kunden finden. Und das tatsächlich kein Preis genannt wird, sondern eine Kiste am Tisch steht, wo man einen beliebigen Betrag reinlegen kann. Quasi ein Geschenk. So praktizierte ich es selbst zum Großteil.
Jetzt ist das allerdings so, dass viele Kunden und Gäste gar nicht einschätzen können, welchen Wert, dass was sie da bekommen wirklich hat.
Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht, weil der Heiler das Gefühl bekommt, die Energie, die er/sie gibt, kommt nicht gleichermaßen wieder zurück.
Viele indigene Schamanen, werden erst nach Vorkasse oder Anzahlung tätig. Da auf geistiger Ebene schon bei der ersten Kontaktaufnahme "gearbeitet" wird und die Energie fließen muss. Schamanen sprechen hier auch von der Nahrung für die "Geister".


Über das Geld oder wie bezahle ich einen alternativen Heiler angemessen?
Die Arbeit eines Schamanen oder eines anderen Heilers für einen Klienten ist meiner Meinung nach eine Dienstleistung. Auch wenn die Tätigkeit des Schamanen sehr viel mehr ist (oder meiner Meinung nach sein muss), als das bloße Abarbeiten des Kunden, wie es bei anderen Dienstleistungen oft der Fall ist. Der Schamane oder der Heiler wirkt aus einer Berufung heraus. Trotzdem nimmt dieses Tun viel Zeit in Anspruch, Seminare müssen vor- und nachbereitet werden, Räume werden hergerichtet, die Sitzung mit einem Klienten muss ebenfalls vor- und nachbereitet werden, Telefongespräche werden geführt. Die Ausgaben sind ebenfalls nicht zu unterschätzen wie z. B. Raummiete, Heizung, Strom, Wasser, Material für Rituale (Kerzen, Räucherwerk, Heilsteine etc…)
Auch wenn es ein sehr schönes Gefühl und auch eine sehr gute Energie ist, die Dankbarkeit eines Klienten zu spüren, ist das doch auf Dauer nicht ausreichend. In der Gesellschaft, in der wir hier in Deutschland jetzt leben, ist das kosterfreie arbeiten nicht realisierbar.
Aus meiner Erfahrung ist es nur dann möglich, umsonst schamanisch zu arbeiten, wenn man einen Partner hat, der das Geld für den Lebensunterhalt verdient, genug Geld geerbt oder aus anderer Quelle hat, keine Kinder zu versorgen hat oder sich total aufschafft um alles irgendwie auf die Reihe zu bringen.
Wobei hier auch wieder die Wertschätzung und das Bewusstsein für die schamanische Heilarbeit in den Hintergrund rutscht.


Eine Bezahlung auf Spendenbasis ist oft schwierig. In der Theorie hat jeder dabei die Möglichkeit das zu geben, was ihm das Angebot wert ist und was er sich leisten kann. Das klingt nach einem schönen Konzept. Es funktioniert leider nur selten, bzw. immer weniger. Viele Klienten sind mit diesem Konzept überfordert. Sie können den angemessenen Wert der Arbeit nicht schätzen. Der Besuch bei einem Schamanen oder anderen Heiler ist hier bei uns noch etwas ungewöhnliches. Es gibt keine Tradition, nach der die Klienten sich richten könnten. Auch mangelnde Eigenerfahrung mit der Thematik macht es schwer für einen Kunden, den Wert zu schätzen. Sie sehen oft nur das was nach Außen geschieht. Das was Innen geschieht, sehen sie nicht.
Ein weiterer Punkt ist das Thema Selbstwert „Wenn du nicht genug als Spende bekommst, liegt das an dir selbst weil dir selbst, deine Arbeit nicht mehr wert ist.“ Oder es liegt am Klienten. Weil ihm die Arbeit nicht mehr Wert ist. Es wird hier auf das Resonanzgesetzt angespielt. Das spielt sicherlich auch eine Rolle. Doch hier kann ich das gut umgehen, in dem ich dem Klienten einen Anhaltspunkt gebe mit einem Festpreis und auch für mich festlege was meine Arbeit wert ist.
Tauschhandel funktioniert ebenfalls nur bedingt. Wenn ein Klient mit seiner eigenen Arbeitsleistung bezahlen möchte, muss ich diese Arbeit auch gebrauchen können. Auf Tauschmöglichkeiten lasse ich mich gern ein. Ich muss das zum Tausch Angebotene aber auch wirklich gebrauchen können. Und auch da wird es wieder kompliziert. Denn ein reiner Tauschhandel klappt nicht. Es sein denn, ich werde auch regelmäßig mit Strom, Holz, Heizöl, Wasser, Essen, Kleidung, etc. bezahlt. Und dann stellt sich die Frage: Was bekommt mein Vermieter von mir?
Letztendlich läuft für mich alles darauf hinaus, angemessene Festpreise (Richtwerte) zu nennen. Was der Einzelne als angemessen empfindet, sei jedem selbst überlassen. Wie hoch dieses Honorar dann jeweils angesetzt wird, muss jeder ganz für sich allein entscheiden. Denn die Bezahlung ist nicht nur eine Wertschätzung für den Schamanen selbst sondern auch für die vielen Helferwesen die an seiner Seite sind. Die gesitige/schmanische Welt sieht es erfahrungsgemäß nicht so gern, wenn man sich unter Wert verkauft.
Unsere geistigen Begleiter, Geister, Spirits, wie auch immer Du sie nennst, lehren uns, dass nur ein gefüllter Krug anderen geben kann und dass wir fest und kraftvoll im Leben stehen müssen um unseren Auftrag gut auszuführen. So wie das alle Menschen praktizieren sollten. Du kannst nur geben, wenn du auch Energie hast.

Und bisher habe ich es immer so gehalten, wenn jemand kommt der dringend Hilfe benötigt und kein Geld hat, lassen sich immer noch Alternativen finden. Nie darf die Möglichkeit zur Heilung mangels finanzieller Mittel ausgeschlagen werden. So werde ich es auch weiterhin handhaben.
Sollte diesen Text jemand lesen, der ein Konzept vorschlagen kann, dass es realisierbar erlaubt, ohne Geld zu verlangen, angemessen leben zu können und seiner (schamanischen) Berufung nach zu gehen, darf sich sehr gern bei mir melden.
"Ja" und ich höre schon die Stimmen, "ich dachte Du bist da so im Vertrauen"? Das bin ich auch, aber es liegt auch in meiner Verantwortung für mich und meine Werte einzustehen. "Das Leben nährt mich und alles kommt zu mir, jedoch bin ich auch verpflichtet auf das Leben zu zu gehen."
Mein Ziel ist es, einen sicheren und vertrauensvollen Raum für Begegnung und Heilung zu schaffen, auch zuküftig. Hierfür muss auch ich und meine Familie gut leben können und ich möchte nicht die Freude an meinem Tun verlieren, sondern die Freude weitergeben.
Deshalb gibt es für mich auch keine "Bauernfängerei" mit Angeboten, "nimm 3 und bezahle nur zwei", "bring eine Freundin mit und erhalte ein Geschenk" oder "early bird" (Frühbucherrabatt)..... Wenn ich etwas schenken möchte, was ich sehr oft tue, einfach so, dann tue ich das aus meinem Herzen heraus, ganz spontan und mit Freude.
Natürlich darfst Du gerne Freunde und Bekannte mitbringen und für jede Weiterempfehlung bin ich auch sehr dankbar.
Und es wird auch weiterhin einzelne Angebote auf "Spendenbasis" geben, da ich wirklich niemanden ausschließen möchte.
So lassen wir nun die Energien fließen, halten wir uns und unser Leben im Fluß und haben Vertrauen, dass immer genug für uns alle da ist und da sein wird.
Ich freue mich auf wundervolle und segensreiche Begegnungen und es ist mehr eine Ehre, Dich und Euch begleiten zu dürfen!
So verbleibe ich in tiefer Verbundenheit mit Euch und mit dem Leben.
Herzensgrüße Eva-Maria, Linde
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